50 Sehenswürdigkeiten am Wegesrand

Im Programm von Via Soluna: Sintfeld-Höhenweg
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Brilon (vs). Über 50 Sehenswürdigkeiten liegen am Wegesrand: Kirchen und Klöster, Burgen, Museen und ein Aussichtsturm säumen den Sintfeld-Höhenweg südlich von Paderborn. Die gut 140 Kilometer lange Wanderroute führt durch romantische Täler, weite Felder, tiefe Laub- und Nadelwälder, Heidelandschaften und Felsenmeere. Der Wander-Reiseveranstalter Via Soluna bietet die Strecke in sechs Etappen als einwöchige Wanderung ohne Gepäck an.
398 Euro pro Person kostet die Pauschale, die bis Ende November buchbar ist. Der Preis umfasst sieben Übernachtungen im Doppelzimmer (Einzelzimmerzuschlag 50 Euro) mit Frühstück in Hotels oder Gasthöfen, den Gepäcktransfer, eine Wanderkarte mit detaillierter Streckenbeschreibung und verschiedene Eintrittstickets. An jedem beliebigen Tag können sich die Teilnehmer auf die individuelle Wanderung begeben, die in Büren bei Paderborn beginnt und endet.

Eisvogel und Edelflusskrebs
Der nach dem Hochplateau Sintfeld benannte Höhenweg ist für Karin Schreckenberg, Geschäftsführerin von Via Soluna, „eine der abwechslungsreichsten Wanderrouten in Deutschland". Er verbindet die Städte Bad Wünnenberg, Büren und Lichtenau, berührt dabei zahlreiche überregionale Wanderwege und verläuft auf 40 Kilometern über den vom Deutschen Wanderverband prämiierten Eggeweg. Immer wieder durchqueren Wanderer die weiten Auentäler der Flüsse und Flüsschen Alme, Altenau, Afte und Aa. Hier siedeln der selten gewordene Schwarzstorch und der Eisvogel. Der europäische Edelflußkrebs, der in der Region wieder heimisch geworden ist, belegt die gute Wasserqualität der Bäche. Das Naturbad Altenautal in Atteln, in dem sich auch Wanderer erfrischen können, ist so sauber, dass die Betreiber auf den Einsatz von Chlor völlig verzichten.
Die Wewelsburg, einzige Dreiecksburg Deutschlands, ist eine der vielen Sehenswürdigkeiten entlang des Höhenwegs. Hier hat das Historische Museum des Hochstifts Paderborn sein Quartier. Die Burg im Stil der Weserrenaissance ist das Wahrzeichen des Paderborner Landes. Schon beim Start der Wanderung in Büren können die Wanderer „Kultur tanken". Hier steht das spätbarocke, zwischen 1754 und 73 gebaute Ensemble aus Jesuitenkirche Maria Immaculata und Jesuitenkolleg.

Bierbaums Nagel
Immer wieder lohnen sich kurze Abstecher vom Weg zu Steinkammer- und Hügelgräbern, die in dieser Region zahlreich von der frühen Besiedlung zeugen. Sie stammen aus der Jungsteinzeit, etwa 5000 vor Christus. Am fünften Wandertag passieren die Teilnehmer die Karlsschanze, eine der größten vorgeschichtlichen Burgen Westfalens. Sie sollte die Sachsen im Kampf gegen die Franken schützen. Es kam anders: Auf dem Sintfeld fand 794 eine große Schlacht statt, in der die Franken die Sachsen besiegten.
Am selben Tag steht der Aussichtsturm „Bierbaums Nagel" auf dem Programm. Der Besitzer des Rittergutes Borlinghausen, Bankier Julius Bierbaum, ließ ihn 1849 errichten. Heute ist er beliebtes Ausflugsziel und gehört zu den markantesten der 50 Sehenswürdigkeiten am Sintfeld-Höhenweg.
Weitere Auskünfte: Karin Schreckenberg, Via Soluna, Telefon: 02961/966 133, info @erlebniswelt-wandern.de, www.erlebniswelt-wandern.de

Juli 2011 3.240 Zeichen